„100 Bienenbäume für Hennigsdorf“ zum Zweiten

Im letzten Jahr hatte der Vorschlag „100 Bienenbäume für Hennigsdorf“ den ersten Platz belegt. Die erste Charge Bienenbäume konnten wir im April verteilen. Für heute war die zweite Aktion angesagt.

Dieses Mal kamen die Bäume aus Niedersachsen: Ich war bei Michael Thien von bienenbaum.com fündig geworden. Er hatte einen ganzen Folientunnel voll mit dreijährigen, bereits zweimal beschnittenen Bienenbäumen, von denen die einige bereits letztes Jahr erstmalig Blütenansätze gezeigt hatten.

Michael hatte die Bienenbäume für uns ordentlich auf Paletten verstaut und per Spedition nach Hennigsdorf geschickt. Auch dieses Mal konnten wir Hennigsdorfer Imker bei der Verteilung behilflich sein. So eingespielt, wie wir aus dem April schon waren, hatten wir bereits nach knapp zwei Stunden wieder Feierabend.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Durch die Aktion „100 Bienenbäume für Hennigsdorf“ konnten für insgesamt 112 Bienenbäume innerhalb des Stadtgebietes ein Standplatz gefunden werden. Nach der Lindenblüte herrscht ja bisher bei uns generell Hungersnot für Insekten. Wir freuen uns schon darauf, wenn in einigen Jahren diese Aktion hier (als kleiner Baustein) Früchte trägt!

Zwiebelsteckaktion in Schwante

Die Umweltgruppe Oberhavel hat zur 15. Zwiebelsteckation in Schwante aufgerufen. Mit Beate haben wir hier ein aktives Mitglied. Außerdem stehen in den umliegenden Gemeinden auch Bienen von uns. Daher war es selbstverständlich, dass auch wir Hennigsdorfer Imker uns ein wenig beteiligen!

Getroffen wurde sich am Gemeindehaus. Danke Corona wurde brav auf Handschlag verzichtet und auf Abstand geachtet. So gestaltete sich schon das Gruppenfoto schwierig.

Dann ging es bewaffnet mit Werkzeug für die neun Teilnehmer zu verschiedenen Plätzen in Schwante los. Es wurden eine Kupfer-Felsenbirne gepflanzt sowie 800 Wildtulpen und 2.000 Krokusse gesteckt.

https://www.moz.de/lokales/oranienburg/tradition-gut-3000-tulpen-und-krokusse-fuer-schwante-52603073.html

Imker-Sommerfest

Corona stellt auch uns Hennigsdorfer Imker in diesem Jahr vor ungeahnte Herausforderungen. So musste seit Februar eine monatliche Vereinsversammlung nach der anderen abgesagt werden. Aber jetzt sollte es endlich soweit sein: Unter Auflagen kann unser alljährliches Sommerfest doch stattfinden!

Die Vorbereitungen waren ziemlich aufwendig: Ein Hygienekonzept musste her, eine verbindliche Anmeldung wurde notwendig. Es meldeten sich überraschend viele Mitglieder an – deutlich mehr, als erwartet. Daher fühlten sich zwei Mitglieder mit dem angekündigten Andrang so unwohl, dass sie dann tieftraurig doch lieber auf ihre Teilnahme verzichteten.

Unsere Schuffis als Gastgeberfamilie schafften es mit viel Fleiß, ihren Garten so herzurichten, dass wir durchweg nur in kleinen Gruppen miteinander feiern können. Vorrausgesetzt, es regnet nicht! Die Wettervorhersage ließ uns bis zuletzt zittern…

Aber dann ging doch noch alles gut: Bei schönstem Wetter konnte wenigstens ein Großteil von uns sich endlich einmal wiedersehen, zusammen etwas trinken, lecker Wild, Landbrot, Salate und Kuchen spachteln und ausgiebig vom Bienenjahr 2020 erzählen. Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass das Sommerfest nächstes Jahr wieder entpannter zu organisieren sein wird!

Zwiebelsteckaktion Frühlingsblüher

Um für Insekten das Angebot an Blühpflanzen in Hennigsdorf weiter zu verbessern, sind wir Hennigsdorfer Imker eine Kooperation mit der Stadtverwaltung eingegangen: Die Stadt hat 3.500 Frühlingsblüher-Zwiebeln und vier Bienenbäume gekauft, welche wir Imker heute Vormittag zwischen den drei Hochhäusern mit unglaublich toller Unterstützung durch tatkräftige Hennigsdorfer in die Erde gebracht haben.
Danke liebe Mitbürger, ihr seid Spitze!

Im Anschluss an diese doch ziemlich anstrengende Arbeit konnten wir dank einer kleinen Aufwandsentschädigung der Stadtverwaltung unsere Aktion noch in gemütlicher Runde am warmen Grill ausklingen lassen.

Insektenhotel am Bienenlehrpfad

Ein Projekt des Bürgerhaushaltes aus 2018 ist die Errichtung eines Bienenlehrpfades in Niederneuendorf. Klar, dass wir Hennigsdorfer Imker uns bei solch einer tollen Idee beteiligen wollen! Daher haben wir der Stadt angeboten, ein bereits bestehendes Insektenhotel am zukünftigen Bienenlehrpfad neu zu gestalten.

In der Vorbereitung wurde jede Menge Material besorgt, Baumscheiben zugesägt, tausende von Löchern gebohrt (auch eine Bohrmaschine ist dabei abgeraucht), Bambus geschnitten und ein Arbeitseinsatz organisiert. Wirklich unglaublich, welche Mengen an Material und Werkzeug man hierfür braucht!

Wir haben dann zuerst das bisherige Innenleben entfernt, um es dann Stück für Stück neu zu befüllen. Mit zwei Bohrmaschinen wurden dann weitere hunderte Löcher gebohrt, Lücken mit Lehm und Bambus gefüllt.

Hier das fertige Ergebnis:

Das Insektenhotel am Bienenlehrpfad in Hennigsdorf

Die Stadt hat dann noch etliche Monate gebraucht, den eigentlichen Bienenlehrpfad fertig zu stellen. Aber jetzt ist er mit sehr informativen Schautafeln, einer ausgeschilderten Bienenweide-Fläche und unserem Insektenhotel richtig schick und informativ geworden!

Halleneröffnung bei Hansaflex

Vor einigen Monaten klopfte mit Andreas Fano der Leiter der Hennigsdorfer Niederlassung der Firma HansaFlex bei uns Imkern an: Sie bauen gerade eine neue Halle. Bald würden sie bald die Gestaltung der Außenanlagen angehen. Ob wir Hennigsdorfer Imker ihm helfen würden, das Grundstück so bienenfreundlich wie möglich zu gestalten.
Was für eine Frage… Natürlich wollten – und konnten wir!

Nach einem Rundgang übers Firmengelände ging es dann ins Büro zur Absprache von Details. Das Ergebnis kann sich sicher sehen lassen: Rund um die neue Halle, um das bisherige Produktionsgebäude und um den Firmeneigenenparkplatz werden jede Menge insektenfreundlicher Stauden und Büsche gepflanzt. Entlang der Seite der Halle wird der Randstreifen zur Fabrikstraße für die Pflanzung von acht Bienenbäumen genutzt. Wir Hennigsdorfer Imker helfen bei der Beschaffung der Pfanzen. Sämtliche anfallenden Kosten übernimmt HansaFlex. Im Anschluss soll eine ordentliche Halleneröffnungsparty mit „Bienen-Event“ für eine Hennigsdorfer Schulklasse stattfinden.

Heute war es dann soweit: Eingeladen war die Klasse 5a der Grundschule Theodor Fontane. Diese Klasse hatte im Jahr davor für ihre Müllaufräumaktion im Wald den Jugend-Umweltpreis der Stadt Hennigsdorf gewinnen können.
Die 18 Schüler der Klasse kamen pünktlich allesamt per Rad angerollt. Allen vorweg: Ihre Lehrerin Grit mit einer riesigen Biene auf dem Lenker.

Nach der Begrüßung gab es in der neuen Halle dann als Erstes eine Art kleiner Umweltunterrichtsstunde durch den Betriebsleiter Andreas Fano.

Betriebsleiter von Hansa Flex in Hennigsdorf Andreas Fano

Danach konnten die Schüler ausgbiebig jede Menge Imker-Zeug ausprobieren.

Eine kleine Schaubeute mit einem richtigen Bienenvolk gab es auch zu bestaunen, bevor es zum Imbiss mit Bockwurst, Brötchen, Eis und Wabenhonig ging.

Zum Schluss gab es noch ein Erinnerungsfoto vor der neuen Halle von Hansa Flex hier in Hennigsdorf.

Roland Becker von der MAZ hatte sich natürlich sehr über unsere Einladung gefreut. So entstand der Artikel „Auf die Biene gekommen„.

Arbeitseinsatz bei Günter

Bis letztes Jahr hat der Günter uns „Hennigsdorfer Imker“ als Vorsitzender viele Jahre lang am Leben gehalten. Auf der diesjährigen Januarversammlung war er zurückgetreten. Nun hatten wir uns überlegt, sich bei ihm durch einen ordentlichen Frühjahrsputz auf seinem Bienen-Grundstück zu bedanken.

Erfreulich viele von uns haben es tatsächlich geschafft, morgens pünktlich zu unseren Arbeitseinsatz zu erscheinen. Als dann auch noch unser Günter erschienen ist, konnten wir die mitgebrachten Werkzeuge und die Verpflegung aufs Grundstück schleppen. Es war tatsächlich toll anzusehen, mit welchem Elan ans Werk gegangen wurde: Es wurde gemäht, Hecke geschnitten, Dachrinnen freigeräumt, Bäume beschnitten, Schutt abgefahren, Erde aufgeschüttet, eine Blühwiese angelegt… Günter hatte seine liebe Not damit aufzupassen, dass auch wirklich nicht zuviel auf-geräumt und abgeschnitten wurde!

Da alle Hennigsdorfer Imker so fleißig waren, konnte bereits nach ein paar Stunden der Grill angeworfen werden, der gemütliche Teil begann. Günter war dann letztendlich so froh über das Geleistete, das er fröhlich feststellte: „Das können wir gern wieder machen.“…

„100 Bienenbäume für Hennigsdorf“ zum Ersten

Im „Bürgerhaushalt“ 2018 hatte der Vorschlag „100 Bienenbäume für Hennigsdorf“ unseres neuen Vorsitzenden Thomas Kunert es aufs Podium geschafft. Interessierte Hennigsdorfer können sich für einen kostenlosen Bienenbaum bewerben. Insgesamt stehen satte 8.500,- Euro zur Verfügung. Die Stadt hatte uns um Hilfe bei der Beschaffung und der Logistik gebeten. Heute stand die Verteilung der ersten Hälfte der Bäume an.

Diese erste Charge von Bienenbäumen stammt von einem alten Imker aus einem Dorf hinter Bad Saarow. Es sind Sämlinge eines Bienenbaumes, der seit den 70er Jahren hier in unserem Klima regelmäßig blüht und es bis zum Winter auch zur Samenreife schafft. Den Abend zuvor hatte Thomas die 50 wurzelnackten, drei- und vierjährige Bäumchen übernehmen und in der Tiefgarage des Rathauses einlagern können.

Zur Verteilung heute hatten einige Hennigsdorfer Imker Hilfe zugesagt. So brauchte keiner der Gewinner eines Bienenbaumes lange warten: Jeder durfte sich persönlich seinen Baum aussuchen. Vom Bürgerhaushalt-Verantwortlichen Daniel Eggers bekam er seine eigene Urkunde überreicht. Von uns gab es bei Bedarf noch Planz- und Pflegetipps mit auf den Weg. Ganz nebenbei gingen auch noch etliche Gläser Honig weg, ein paar neue Honigkunden waren gewonnen.

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Vorgestern war es wieder soweit: Der Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese in Niederneuendorf stand an! Auch dieses Mal waren ruckzuck ein ordentlicher Trupp tatkräftiger Hennigsdorfer Imker sowie einige Obstbaumschnitt-Neulinge am Start.

Unser Einsatz begann morgens um 09:00 Uhr bei trüben vier Grad mit einer Arbeitsschutzbelehrung für alle 24 Teilnehmer und einer ordentlichen Theorie für die Neulinge. Dann ging es dann endlich in kleinen Teams an die Bäume.

Punkt Zwölf waren wir dann mit den etwa 30 Bäumen durch. Definitiv waren bis dahin aus den Neulingen auch (fast-)erfahrene Obstbaum-Gärtner geworden! ? Somit stand einem gemeinsamen Mittag mit Linseneintopf, Kuchen (Danke Helga!) und frischen Honig-Brötchen nichts mehr im Wege.